Stalingrad - Bilder einer erbitterten Schlacht

Stalingrad - Bilder einer erbitterten Schlacht

 

Kampf um die Stadt 8

 

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Aus der Rede Adolf Hitlers anlässlich des Gedenkens an den Putsch von 1923 zu den alten Kämpfern im Münchener Löwenbräukeller am Sonntag, dem 8. November 1942. (mp3)

Etwa 29.000 Pferde waren mit nach Stalingrad gezogen. Sie dienten an Protzen, Planwagen oder in Reiterkompanien. Nie hätte man sich denken können, den treuen Freund und Begleiter nun verzehren zu müssen. Mit der von Tag zu Tag schwieriger werdenden Versorgungslage der Armee und der damit einsetzenden Hungersnot, begann man die Pferde zu schlachten.

November 1942, Gruppenbild

Ungewöhnlich zeitig, nämlich bereits am 22. Oktober sanken die Temperaturen drastisch und der erste Schneefall setzte ein. Und wieder unvorbereitet, ohne Winterausrüstung, wie schon ein Jahr zuvor in Moskau, traf der frühe Winter die Truppen der 6. Armee zusätzlich hart. Die weiße Schneedecke ließ die Straßen der Feuerstadt mit ihren Häuserruinen, ihrem Kriegsschrott und ihren Erdaufwürfen bizarr erscheinen.

Diese zwei Infanteristen bedienen sich russischer Maschinenpistolen, die sie irgendwo in der Stadt erbeutet hatten.

Blick auf ein paar Bauernkaten am Fuße der mehrfach schwer umkämpften "Höhe 102" (Mamajew-Hügel).

Auf der "Höhe 102" mit Blickrichtung nach Westen. Hier im Berg eingelassen befand sich in riesigen Behältern der Vorrat an Süßwasser für die Stadt. Der Grund aber für die ununterbrochenen Einnahmeversuche war der, dass der Mamajew-Hügel als größte Anhebung in Stalingrad das Land ringsum kilometerweit einsehbar machte.

Ein schnelles Erinnerungsfoto, dass man auch wirklich dagewesen ist.

General Paulus verschafft sich von Gumrak her einen Überblick nach Süden, wo in den Nordbezirken Stalingrads noch immer heftige Kämpfe wüten. Der Russe setzt unvermindert immer neue Kräfte frei, führt frische Truppen aus Sibirien heran, holt Marineinfanteristen in die Stadt und lässt mit einer Armada von Flugzeugen das Stadtgebiet bombardieren, dass die militärische Situation der 6. Armee von Tag zu Tag dramatischer wird.

Für die Besatzungen der Luftflotte 4 wird in den kommenden Tagen und Wochen ein Höchstmaß an Einsatz abverlangt werden. Ihnen obliegt die Versorgung einer Armee aus der Luft, ein Vorhaben, dass nie gelingen wird.

Erinnerungsfoto für zu Hause.

In einem zertrümmerten Straßenzug lässt man sich auf Bild bannen, weil das, was sich hier in Stalingrad abgespielt hat, später niemand fassen wird, der nicht dabei gewesen ist.

Männer einer Nachschubeinheit haben sich zum Gruppenfoto versammelt. Keiner weiß ob der andere morgen noch am Leben ist. Wie oft sie damit recht behalten sollten...

Mühsam wird Kraftstoff in die JU 52 verladen, den die Armee für die Aufrechterhaltung ihrer Bewegung so dringend benötigt. Die Zuteilung reicht vorn und hinten nicht. Die Besatzungen von Panzerkampfwagen stehen nun nicht nur ohne Munition da, sondern müssen wegen Treibstoffmangel ihre Fahrzeuge zurück lassen.

Aus einem der letzten Kriegsberichte über die Straßenkämpfe an der Wolgametropole. (mp3)

Die Skizze der militärischen Lage am Mittwoch des 18. November 1942 und die Stellung der russischen Offensive. Am 18. November erfolgt ein letztes Aufbegehren gegen die übermächtigen Russen. Die gigantischen Nachschubmassen an Mensch und Material der Sowjets erscheinen unerklärlich und unbegrenzt.

General Paulus auf dem Flughafen Gumrak. Von hier aus befahl er in den letzten Monaten seine Armee, für die es mit dem Einmarsch in Stalingrad kein Entrinnen mehr geben sollte.

Auch hier wieder ein Gruppenbild aus der Flammenstadt Stalingrad für das Album der Kriegserinnerungen.

In den verbliebenen Häusern des Stadtrandes hat man sich so gut wie möglich für die Überwinterung eingerichtet. Schneller als gedacht werden diese schützenden Behausungen verlassen werden müssen. Seit geraumer Zeit plant die Rote Armee einen noch nie dagewesenen Großangriff auf Stalingrad und erzwingt die Einkesselung der 6. Armee von Kalatsch her.

Eisige Kälte bei gemessenen minus 35 Grad und akute Versorgungsprobleme erschweren die Kampfhandlungen mit dem zähen und immer stärker werdenden Gegner. Die letzten beweglichen Panzer bahnen sich den Weg um die Stadt. Als die sowjetischen Armeen den Kessel um Stalingrad bei Kalatsch schlossen, ist er etwa 63 Kilometer lang und 38 Kilometer breit.

Am Donnerstag des 19. November 1942 um 5.00 Uhr morgens, als die 6. Armee in Stalingrad noch einmal antritt, um die letzten sowjetischen Stellungen zu stürmen, brechen die Sowjets mit vier Armeen und einem Panzerkorps mit über 500 (!) Panzern durch die rumänischen Frontabschnitte an der Nord- und Südflanke der 6. Armee und jagen auf Kalatsch am Don zu. Dieser Armada ist nichts entgegenzusetzen. Kalatsch fällt am 23. November 1942 in russische Hand und damit ist der Kessel um Stalingrad geschlossen. Das Schlachten und Verbluten einer deutschen Armee beginnt.

Am Montag des 23. November 1942 beginnt die Versorgung der eingeschlossenen Verbände durch die deutsche Luftwaffe. Hier eine JU 52 bei der Abfertigung auf dem Flugplatz Morosowskaja. Niemals aber ereicht man die notwendige Tonnage zur Aufrechterhaltung der Kampfkraft der Armee. Ein Großteil der Maschinen der Luftflotte 4 wird bei dieser Operation verloren gehen.

Die russische Großoffensive erstreckt sich von den Don-Brückenköpfen bei Kletzkaja und Serafimowitsch bis nach Stalingrad. Sowjetische Bomben, Artillerie, Mörser und Panzergranaten vernichten die totwunden Häuserviertel Stalingrads. Die Stadt gleicht einem Flammenmeer und die letzten Zivilisten und Wehrmachtssoldaten kämpfen ums Überleben.

Skizze des Kessels an der Wolga.

Soldaten werden zerfetzt, Kinder, Mütter und Greise sind Beute der Flammen, Fahrzeuge und Gebäude verwandeln sich zu Asche und Rauch. Überall zwischen den Explosionen russischer Bomben und Granaten das qualvolle Schreien, das Wimmern und Seufzen verstümmelter Körper. Im Höllenmeer an der Wolga wird verblutet, krepiert und verreckt. Das hat der Krieg noch nicht gesehen.

Paulus Funkspruch an das OHK vom 23. November 1942. Der gehorsame Paulus weiß bis jetzt noch nicht, dass sein Schicksal und das seiner Männer bereits besiegelt ist. Es wird keine Hilfe geben. Keiner wird die Armee heraushauen.

Der Plan für die Einkesselung der 6. Armee im November 1942 nach General Schukow (sowjetischer Oberbefehlshaber der Stalingrader Front).

Die Sowjets vernichten mit urgewaltiger Kraft Ihre einstige Metropole bis auf die Fundamente. So etwas haben die Soldaten der 6. Armee während des gesamten Krieges noch nicht erlebt. Keiner begreift in diesen Stunden, woher der Russe eine derartige Schlagkraft, eine derartige Konzentration seiner Kräfte und die Massen an eingesetzter Kriegstechnik nimmt.

An den Steilhängen der Wolga, geschützt von der direkten Einwirkung der Schlacht, scheint das Leben der russischen Bevölkerung fast Normalität zu besitzen. Ihre Behausungen haben sie in die Hänge gegraben.

Die Feldpostleitstelle 547 der 6. Armee in Awdejewka im Januar 1943. Ein Großteil dieser Post erreichte seine Empfänger nicht mehr.

Transportstaffeln der Luftwaffe bei der Entladung von Feldpostsäcken. Die Feldpost wurde nunmehr nachrangig behandelt. Das gleiche galt für die Lebensmittelversorgung. Die Maschinen transportierten in erster Linie die vom Oberkommando befohlenen Treibstoffe und Munition aller Art.

Eine FC 200 Condor während eines Versorgungsaufenthaltes auf dem Flugplatz Pitomnik im Dezember 1942.

Der auf Befehl des Führers völlig handlungsunfähig gewordene Paulus mit einigen seiner Kommandeure.

 

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